Ilse Fusková (2021)

  • Doku
  • 1h 29m

Ilse Fusková wurde 1929 in Argentinien geboren. Sie war zuerst mit einem Mann verheiratet, mit dem sie drei Kinder hatte, von dem sie sich aber nach 30 Jahren trennte.

Als Flugbegleiterin galt sie als eigen, weil sie laut ihrer Aussage „nicht mit den Piloten ins Bett wollte.“ Angewidert von der Branche kündigte sie und begann als Journalistin zu arbeiten. Das war die Zeit, in der sie auch immer aktiver als Feministin auftrat. Als sie sich schließlich in eine Frau verliebt, sprengt dies all ihre bisherigen Vorstellungen von Liebe. Sie wird zur Vorreitern der LGBT-Community in Argentinien, wird Mitherausgeberin von „Cuadernos de Existencia Lesbiana“ (Zeitschrift der lesbischen Existenz), von der am 8. März 1987 die erste Ausgabe erschien.

Fusková war zudem die erste Frau, die sich öffentlich im argentinischen Fernsehen, in einer Talkshow, als Lesbe outete. Damit brach sie mit einem Tabu und sah sich unglaublicher Hass-Kommentare bei dieser und vielen weiteren TV-Auftritten ausgesetzt. Doch Ilse konterte all diese Angriffe, die weit ins Persönliche reichten, mit Ruhe und Sachlichkeit und bewirkte so eine teilweise Aufarbeitung der grotesken Vorstellungen von Frauenliebe, was ihr zu landesweiter Berühmtheit verhalf.

Der Film über die bekannteste lesbische Aktivistin der 80er und 90er Jahre in Argentinien läuft bei uns als Deutschlandpremiere.

Sprache

Spanische OF mit dt. UT

Untertitel

Deutsch

Land

Argentinien